Paul Becker – Quartier, Köln, Mehrfachbeauftragung 1. Preis
Das neue Quartier formt eine in sich autarke Struktur, deren äußere Kante der strengen Ordnung der straßenbegleitenden Blockbebauung folgt, im Inneren aber weiche Plätze und Sichtachsen bildet. Die Blöcke lösen sich auf und gestalten einen einladenden, halb-öffentlichen Raum, anstelle einer abgeschotteten, privaten Innenhofsituation. Die polygonalen Fassaden zum Innenhof erzeugen spannende Blickbeziehungen und Raumfolgen. Es entstehen überschaubare Hauseinheiten, die sich als gemeinsame „Familie“ mit unverwechselbaren aber verwandten Identitäten darstellen. Die vier Baukörper teilen sich auf in einen Block im Norden mit öffentlich geförderten und drei Blöcke mit freifinanzierten Wohneinheiten, wobei der öffentlich geförderte Block mitsamt seinen oberirdischen Stellplätzen und Spielflächen ausparzelliert werden kann. Eine lockere – leicht versetzte – Abfolge aus vier- bis sechsgeschossigen Baukörpern wirkt wie zueinander verschobene Puzzleteile. Die äußere Kante des Quartiers bildet den rechteckigen Rahmen. Der Solitärcharakter (ein Treppenhaus pro Gebäude) – orientiert am benachbarten B-Plan „Olpener Straße“ – unterstützt den Quartiersgedanken. Die Gebäu-de gruppieren sich um zwei miteinander verbundene grüne Höfe, die Platz für Begegnung, Bewegung und Erholung bieten.